Eingewöhnung

 

 

 

Die Eingewöhnung in die Kindertagespflege ist eine für das Gefühlsleben des Kindes, aber auch für sein Erleben von Bindung und Vertrauen zu den Eltern, sehr wichtige Zeit. Daher gilt es für diese wichtige Phase viel Zeit und Geduld aufzubringen.

 

 

 

Die Eingewöhnungsphase starten wir mit kurzen Besuchen in unsere Kindertagespflege. Eltern und Kinder sollten zusammen die neue Umgebung kennen lernen. Kurze Besuche heißt, sie verbringen die ersten Tage ungefähr eine Stunde mit Ihrem Kind in der Kindertagespflege. Bei diesen Besuchen setzen Sie sich als stiller Beobachter in die Gruppe und unterstützen Ihr Kind passiv beim erkunden der neuen Umgebung.

 

 

 

In den ersten Tagen geht es darum den Kontakt untereinander herzustellen. Dieses geschieht, in dem als erstes eine Vertrauensbasis zwischen Eltern und der zuständigen Tagesmutter hergestellt wird. Haben erst einmal die Eltern Vertrauen zu der Tagesmutter gefasst, wird es auch dem Kind leicht fallen sich ein zugewöhnen und eine Bindung zu der Tagesmutter aufzubauen.

 

 

Ab dem zweiten Tag sollten Sie vertraute Vorgänge von Zuhause, wie z.B. das Wickeln mit in den Alltag einbringen. Bei diesen werden Sie von der Tagesmutter begleitet um so eine Vertrauensbasis zwischen Ihnen, Ihrem Kind und der Tagesmutter herzustellen. Am vierten Tag startet man mit einem kurzen Trennungsversuch, bei dem es ganz wichtig ist, dass die Eltern sich von Ihrem Kind verabschieden. Diese erste Trennung sollte nicht länger als 30 Min. dauern. Je nachdem wie sich das Kind während dieser Zeit in der Tagespflege verhält, wird die weitere Eingewöhnung eingeplant.

 

 

 

In der Regel werden nach dem ersten Trennungsversuch die Zeiten, Tag für Tag verlängert. Das Kind wird durch die Ausdehnung der Zeit, immer mehr tägliche Rituale in der Kindertagespflege erfahren, an denen es sich zeitlich orientieren kann.

 

 

 

Von einer abgeschlossenen Eingewöhnung kann dann gesprochen werden, wenn das Kind den Tagesablauf mit Freude bewältigt und sich im Falle von Traurigkeit von der Tagesmutter trösten lässt. Wenn das Kind beim Abschied Unmut äußert, heißt dieses nicht, dass es den Tag nicht gut meistern wird oder sich unwohl in der Tagespflege fühlt. Es heißt nur, dass es ihm nicht gefällt dass seine Eltern jetzt gehen, da es Sie viel lieber als Spielpartner dabei hätte. Dies zu äußern ist sein gutes Recht.

 

 

 

Jedes Kind ist individuell und ebenso seine Eingewöhnungsphase. Diese Zeilen sind lediglich Anhaltspunkte.